3. Ökumenischer Kirchentag digital und dezentral – „ÖKT dahoam“

Diejenigen von uns, die damals vor 11 Jahren dabei waren beim 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) 2010 in München, werden ihn in guter und lebendiger Erinnerung haben. Wer weiß, wer aller von uns dabei war… Ich war damals mitverantwortlich für das Jugendzentrum im Olympiapark mit 10.000-en Jugendlichen jeden Tag. Dass ist dieses Jahr – wie geplant – in Frankfurt am Main leider nicht möglich.

Der Vorstand der ACK Chiemsee lädt gern zum „ÖKT dahoam“ ein: Im Juni wird es einen Abend geben, bei dem Zeitzeug/innen vom Erleben beim ÖKT in München erzählen.

Und im Mai, am Mittwoch, 12.05.2021 laden wir ein zu einem Ökumenischen Gottesdienst „Schau hin“: um 18.30 Uhr im Bernauer Kurpark (bei schlechter Witterung in der Pfarrkirche). Herzliche Einladung!

Das „Schöne“ ist, man muss nicht nach Frankfurt fahren, um den 3. ÖKT zu erleben. Programmpunkte finden digital statt und können von zu Hause aus mitverfolgt werden. Alle Infos dazu unter www.oekt.de.


ACK-Gründung am 26.01.2020 in Prien a. Chiemsee

Am Sonntag, 26.01.2020, feierten wir die offizielle Gründung der ACK Chiemsee. 

Wer sich über diese offizielle "Plattform der Ökumene" informieren will, kann dies unter www.ack-bayern.de bzw. über die in den Kirchen ausliegenden Broschüren tun.

Einen Artikel über die Gründung der ACK finden Sie hier: Gründung ACK (Quelle: OVB Heimatzeitung).

Miteinander - wie sonst?! In einer Zeit der Individualisierungs- und Abschottungstendenzen in allen Bereichen der Gesellschaft ist das eine Kontrastbotschaft, das ist mir bewusst. Christinnen und Christen hat das zu allen Zeiten ausgezeichnet. So soll es auch im Jahr 2020 sein!

Ihr Pfarrer Klaus Hofstetter


Ökumenischer Abend in Bad Endorf: Erstes Delegiertentreffen der ACK Chiemsee nach Gründung

Die Vorstände des Arbeitskreises Christlicher Kirchen (ACK) Chiemsee, Rainer Pannenberg (für die Katholische Kirche), Klaus Lerch (für die Evangelische Kirche) und Rita Sandig (für die Neuapostolische Kirche) luden zur ersten Delegiertenkonferenz des ACK Chiemsee ein. Neben den Delegierten waren auch ökumenisch Interessierte eingeladen sich über den ACK und dessen Tätigkeiten zu informieren. Das Treffen fand - unter Einhaltung des Hygienekonzepts- am 27.10.2020 um 20:00 im Pfarrsaal der kath. Gemeinde in Bad Endorf statt. Fast genau zehn Monate davor wurde die ACK Chiemsee gegründet und die ökumenische Arbeit mehrerer christlicher Kirchen am Chiemsee in die Hand von Gemeindemitgliedern ohne Amtsauftrag gegeben. Die ACK Chiemsee umfasst die Katholischen Kirchengemeinden Bad Endorf, Prien, Rimsting und Bernau, die Evangelischen Kirchengemeinden Bad Endorf, Aschau/Bernau und Prien sowie die Neuapostolische Kirche Prien. Nach einem Gebet wurden die Tagesordnungspunkte besprochen. Schwerpunkte waren der gemeinsame ökumenische Kalender, der über die neue Homepage www.ack-chiemsee.de erreichbar ist und einen Überblick über alle ökumenischen Aktivitäten in den Gemeinden bietet. Weiter ist eine gemeinsame Fahrt zum Ökumenischer Kirchentag (ÖKT) nach Frankfurt im kommenden Jahr 2021 geplant und das verschobene Ereignis "Die lange Nacht der Kirchen" soll im Juni realisiert werden. Ein weiterer Focus liegt auf der ökumenischen Jugendarbeit, damit sich Jugendliche der drei Konfessionen besser kennenlernen und Kontakte knüpfen. Alle Teilnehmer waren froh, dass trotz Corona dieses Treffen möglich war und freuen sich auf die gemeinsamen Projekte.

Text: A. Hötzelsperger

Geistliche Priener Pilger-Erfahrung im Allgäu

Text und Foto: A. Hötzelsperger

Bei einem ökumenischen Bärlauch-Pesto-Essen bei Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth von der Evangelisch-Lutherischen Christusgemeinde vor gut einem Jahr entstand der Gedanke, die in Prien ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Chiemsee weiter zu vertiefen. Die Idee war, dass Pfarrer Wackerbarth zusammen mit seinen Kollegen Pfarrer Klaus Hofstetter von den Pfarrverbänden Westliches Chiemseeufer und Bad Endorf und mit Apostel Andreas Sargant (vormals Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Gemeinde in Prien) sich eine Woche pilgernd näher austauschen. Eine Woche wurde im voraus in den drei Terminkalendern für den heurigen Sommer geblockt. Aus sieben Tagen wurden zwar nur drei Tage und zwei Übernachtungen - aber dennoch war das Experiment durch und durch gelungen.

Nachdem Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth mit seiner Frau Christine gute Jakobs-Weg-Erfahrungen gemacht hat zwischen Augsburg und Bodensee entschied man sich aufgrund der reduzierten Auszeit-Dauer auf den westallgäuischen Lindenberg als Ausgangspunkt und -weil es auch ein Stück Urlaub sein soll - auf ein Hotel mit Frühstück und freier Abendgestaltung. Bei den Vorbereitungen war man sich auf folgende Arbeitsaufteilung einig: Pfarrer Klaus Hofstetter bereitete die geistigen Impulse vor, Karl-Heinz Wackerbarth sorgte für die Reise-Logistik und Apostel Andreas Sargant erklärte sich bereit, die Chaffeur-Dienste bis hin zu den jeweiligen Wander-Ausgangspunkten zu übernehmen. Die Planungen verliefen gut, doch dann kam Corona und mit ihr erwischte es auch Apostel Sargant persönlich. Nach der Genesung noch etwas geschwächt machte dieser sich doch mit auf den Weg, sein Resümee:. "Das Wetter war zum Teil heiß, und wir legten öfter eine Rast ein, dennoch hatte ich nach drei Tagen Blasen an den Füßen". Auch Pfarrer Wackerbarth meinte, dass seine Füße nach den drei Tagen mit jeweils rund 15 Kilometer der Wanderung hoch beleidigt gewesen seien, lediglich Pfarrer Hofstetter erklärte: "Ich fühlte mich fit und konnte sogar beim zweiten Wandertag für mich alleine noch einen längeren Abstecher machen während sich meine Mitbrüder ausruhen wollten". Das Pilgerprogramm begann in einem kleinen Dorf westlich der Stadt Lindenberg und mit einem gemeinsamen Lied-Impuls aus dem Pilger-Liederheft. Am zweiten Tag war ein Rundweg um den Kneipp-Kurort Scheidegg und am dritten Tag ging es leicht bergab, vorbei an der Kapelle St. Wendelin in Richtung Lindau am Bodensee. "Die vielen Kirchen und Kapellen, die stillen Stellen unter anderem an Wildbächen, sie waren der Rahmen für unsere innere Einkehr" - so der gemeinschaftliche Rückblick mit der offenen Information, dass sich an jedem der drei Tage einer der Teilnehmer "geöffnet" hat. Dabei erzählte Apostel Andreas Sargant von den Erlebnissen und Erfahrungen während seiner Corona-Erkrankung, Karl-Friedrich Wackerbarth ließ in seine jüngste Musik-Fortbildung Einblick gewähren und Pfarrer Klaus Hofstetter berichtete über seine neunwöchige Auszeit.

An den drei Tagen kam es für die drei Seelsorger zu einigen persönlichen Begegnungen mit Einwohnern, Urlaubern oder Pilgern, die Gespräche waren angenehm, besonders aber wohltuend war es für die daheim Verantwortung tragenden Vertreter der Kirchen, dass sie drei Tage frei von sonstigen Terminen waren. "Ob die geistige Einkehr in einer Lourdes-Kapelle, ob eine selbst mitgenommene Mittagsbrotzeit auf einem Baumstamm, ob der Blick-Genuss auf Blumen am Wegesrand oder auf schindelverkleidete Häuser oder generell das ökumenische Füreinander für Gott - all dies tat uns gut" - so das Trio, das schweigend, betend, singend und betend unterwegs war. Anregungen für die zukünftigen Aufgaben daheim wurden auch entdeckt, unter anderem waren sie beeindruckt von einem Ökumenischen St.-Jakobs-Wanderweg, der Wander-Trilogie Allgäu mit Wegstrecken auf deutschen, österreichischen und schweizerischen Boden.

Vorausschauend waren sich die Verantwortlichen der Arbeitsgemeinschaft christlichen Kirchen Chiemsee einig: "Schön war´s und schön wär´s wieder".

Kontakt

ACK Chiemsee

1. Vorsitzende: Rita Sandig

Kirchenweg 13, 83209 Prien a. Chiemsee

Tel. 08051/16 35

E-Mail: ACK_Chiemsee(at)web.de

Homepage: www.ack-chiemsee.de

Auf der Homepage finden Sie auch unseren ökumenischen Veranstaltungskalender.